Aldi & Co. ließen ihre Preise dieses Jahr, Weihnachten im Jahr 1997, so richtig fallen.

Am 26. November waren die Aldi-Parkplätze bereits vor der Öffnung voll, Tausende drängelten sich vor, um das Angebot des Jahres zu erhalten. Der Pentium-Computer mit 15-Zoll-Monitor war für gerade einmal 1798 Mark zu erstehen, damit wurde sogar das Angebot des Konkurrenten Lidl um ein Vielfaches übertroffen.

Wie jedes Jahr tobt zu Weihnachten ein erbitterter Preiskampf, die Ware muss raus und die Preise werden runtergedrückt. Vor allem PCs waren an Weihnachten 1997 besonders billig, die Supermärkte suchten nach Möglichkeiten um die Konsumflaute zu überwinden. Während im Jahr 1995 lediglich drei Prozent aller Computer in Supermärkten verkauft wurden, stieg dieser Anteil innerhalb eines Jahres auf elf Prozent.

Anzumerken ist jedoch die Tatsache, dass Aldi und Co. keine Handelsmarken verkaufen, daher kann der Preis nicht verglichen werden. So mancher Käufer erwarb daher ein Schnäppchen, welches eigentlich gar nicht so billig war. Ein zweiter Blick hat sich daher gelohnt, bei Fachhändlern und Elektromärkten wurde für das gleiche Geld teilweise ein besseres Programm angeboten, inklusive Beratung und Service.

Die Preise für Computer sanken dieses Jahr besonders stark, denn zu dieser Zeit verbilligte auch Intel seine Chippreise. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass nicht alleine der Prozessor einen guten Computer ausmacht, denn einzelne Komponenten können stark veraltet sein. Solche technischen Vorsprünge trösten
kaum einen Fachhändler, denn Aldi setzt viel zu hohe Stückzahlen um.

Nicht verwunderlich, dass viele Personen bei Problemen zum Fachhändler kommen, denn an dieser Stelle können Aldi und Co. nicht mehr intervenieren. Durch die niedrigen Preise wird allerdings die Preisführerschaft gestärkt, der Computerkäufer verbindet dies im Anschluss auch mit Lebensmitteln, welche generell als billig betrachtet werden. Weil die Masche so erfolgreich war, befürchten die Profis, dass auch andere Billigdiscounter in den Preiskampf mit einsteigen und qualitativ schlechte PCs unters Volk streuen werden.

Eine Antwort für “Weihnachten lässt nicht nur die Herzen der Kinder höherschlagen”

  1. Ich habe auch solch einen Computer gekauft, zum Glück war ich rechtzeitig da :) Selbst wenn er keinen bekannten Firmennamen trägt, stimmt das Preis-Leistungsverhältis absolut. Ich habe vor zwei Jahren auch einen gekauft und der ist immer noch astrein.

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