Die Abwrackprämie verlockt bekanntlich viele Leute dazu, ihren Gebrauchtwagen zu verschrotten und sich einen Neuwagen zu kaufen. Die Werbung bombardiert einen ja momentan geradezu mit Angeboten der verschiedenen Hersteller. Schön und gut, aber in der Realität ist die Sache doch etwas komplizierter. Auch ich habe meinen guten alten Polo entsorgt, um in den Genuss der Prämie zu kommen. Zunächst hatte ich Bedenken wegen all der Komplikationen, von denen man im März gehört hat bezüglich der Online-Anträge. Aber das ging dann doch einfacher als ich dachte. Problematisch wurde es erst danach.

Als ich den Antrag gestellt habe, war es Anfang Mai. Die Bestätigung erhielt ich Mitte Juni, also habe ich mein neues Auto in der Zwischenzeit bestellt. Aber bis heute ist noch kein Cent von der BAFA überwiesen worden. Mittlerweile habe ich aber bereits das neue Auto- und natürlich hat der Händler auch sein Geld. Das bedeutet für mich, dass ich zunächst einmal in Vorlage treten muss. Wohl dem, der die 2500 Euro übrig hat. Ein Bekannter von mir musste dafür seinen Dispokredit in Anspruch nehmen, und auf den Zinsen bleibt er natürlich sitzen. Jemand, der über keine Reserven verfügt, bekommt im besten Fall sein Auto eben später, im schlimmsten Fall hat er einen Riesenärger mit seinem Händler.

Was mich besonders daran ärgert, ist die Tatsache, dass natürlich keiner verantwortlich sein will. Bei der BAFA nachzufragen hat wenig Sinn, denn entweder geben die erst gar keine Antwort oder verweisen nur darauf, dass sie nicht für die Verzögerungen verantwortlich sind. Schließlich warten sie selbst auf die Auszahlung durch die Bundesregierung.

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