Selbstständige und Freiberufler müssen auf eine staatlich geförderte Rentenversicherung nicht verzichten: Die Rürup Rente bietet ihnen eine Gelegenheit steuerbegünstigt eine Altersvorsorge aufzubauen. Die klassische Rürup Rente zeichnet sich durch die besonderes sichere Geldanlage aus: Die Versicherungsgesellschaften legen die Kundenbeiträge in Zinspapieren an. Sie ermöglichen zwar geringere Renditen als Fonds, diese sind dafür garantiert. Da der Rürup-Vertrag etwaige Versorgungslücken im Alter schließen soll, kommt es vor allem auf die garantierte Rente an.

Die garantierte Rente gibt jedoch noch nicht an, wie hoch die Rente ausfällt, wenn der Versicherer sie auszahlt. Je nachdem, wie erfolgreich der Versicherer war, durch Geldanlagen Überschüsse auf dem Kapitalmarkt zu erzielen. Sind die Gewinne groß, fällt auch die Rente höher aus. Deshalb sollten Rürup Interessierte auch den Anlageerfolg des Unternehmens aus den vergangenen drei Jahren bei der Auswahl nicht außer acht lassen. Bei fondsgebundenen Rürup-Verträgen verliert der Versicherte die Rentengarantie. Wie hoch die Altersrente ist, hängt davon ab, wie gewinnträchtig der Versicherer das Kapital des Kunden in Fonds anlegt. Einige Versicherer garantieren einen Betrag, der sich aus den nichtverzinsten Beitragszahlungen ergibt.

Der Sparer kann zum Rürup-Vertrag zusätzliche Versicherungen abschließen, zum Beispiel ein Schutz für die Hinterbliebenen oder vor Berufsunfähigkeit. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Vorsorgende höchstens 49 Prozent vom Beitrag dafür aufwenden darf. Insbesondere die Beitragsrückgewähr im Todesfall zur Einzahlphase kann für viele Beitragszahler interessant sein. Eine Hinterbliebenenrente würde allerdings nur den Ehepartner oder an die Kinder ausgezahlt werden und nicht an Lebenspartner. Allerdings sollte der Verbraucher eines bedenken: In der Regel mindern Zusätze die Altersrente.
Der Sparer, der sich für die klassische Rürup Rente entscheidet, hat die Auswahl, wie er an den erzielten Überschüssen vom Versicherer beteiligt werden möchte: Bonusrente, verzinste Ansammlung oder Investmentfonds-Anlage. Für den Verbraucher ist die Bonusrente in der Regel die günstigste Variante, da die jährlichen Überschüsse direkt in die Rürup Rente fließen und so laufend die garantierte Rente steigt. Wer sich für einen fondsgebundenen Vertrag entscheidet, hat diese Auswahl nicht. Die fließen die Überschussbeteiligungen ausschließlich in Fonds.

Über die Nachteile und Vorteile der Rürup Rente finden Sie viele Informationen im Internet.

Wer einen Rürup-Vertrag abschließt, sollte eines bedenken, er sollte sich die Beiträge auch über längere Zeit leisten können. Möchte er sich zum Beispiel beitragsfrei stellen lassen, muss er die steuerlichen Vorteile zurück zahlen. Stellt er Beitragszahlung bereits in den ersten Jahren ein, verliert er leicht die gesamte oder einen Großteil der eingezahlten Summe, da der Versicherer zunächst alle Abschlusskosten abzieht. Deshalb sollten Rürup Sparer darauf achten, dass sie Verträge wählen, die die Abschlusskosten über eine längere Zeit verteilen.
Quelle: versicherungvergleich.info

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