Auch die digitale Welt verleiht Oscars
In diesem Jahr 1999 wurde in Zusammenarbeit der Deutschen Telekom und des Magazins FOCUS bereits zum zweiten Mal der Multimedia-Oscar verliehen.
Die acht Jahre alte Juli Hill war nach einem Autounfall an den Rollstuhl gefesselt, dies wollte die junge Frau nicht für immer hinnehmen. Wissenschaftler der Universität College in London suchten eine Testperson für ein außergewöhnliches Experiment, heutzutage kann die junge Frau ihre beiden Beine durch kleine Knöpfe einer Computerkonsole bewegen. Die Ärzte implantierten Elektroden in die Oberschenkel der achtjährigen, diese werden über ein digitales Programm gesteuert. Obwohl die junge Frau dennoch nie wieder gehen kann, erregte sie auf der DigiGlobe-Verleihung in Berlin doch die Gemüter der über 1.200 Gäste aus Wirtschaft und Politik. Denn nach ihrer eigenen Aussage werden zukünftige Generationen von diesem Programm profitieren.
Insgesamt werden auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) sieben Preise verliehen, alle fallen unter die Kategorie der DigiGlobes. FOCUS-Verleger Hubert Burda merkt an, dass der Preis die immensen Fortschritte in der Wissenschaft würdigen soll, vor allem sollen zukunftsgerichtete Konzepte der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die 19-köpfige Jury aus Medienmachern, Wirtschaftsexperten und Wissenschaftlern wertete in monatelanger Arbeit hunderte von Bewerbungen aus, damit im Anschluss die Preisträger ermittelt werden können.
Der Multimedia-Oscar wird mittlerweile alle zwei Jahre vergeben, es sollen immer wieder Lösungen für gesellschaftliche Probleme aufgezeigt und die Wissenschaft gewürdigt werden. In der Forschung wurden bereits erhebliche Fortschritte erzielt, Schwerstgelähmte können Computer mit ihren Gedanken steuern, so können wieder Sätze formuliert werden. In der Medizin können bei Querschnittsgelähmten die Verbindungen zwischen Muskeln und Gehirnimpulsen wiederhergestellt werden, der Computer koordiniert die Bewegungen. Auch im Bereich der Medienwissenschaften ist anzumerken, dass über 47.000 Überlebende des Holocaust gefilmt wurden. So können die Schrecken der Vergangenheit immer wiederkehren und die Nachteile des Krieges verdeutlichen. General Motors wartet mit neuer Technik auf, durch ein Nachtsichtgerät können Tiere und Menschen auch im Dunkeln erfasst werden. Die Sicherheit im Straßenverkehr wird immer höher gewertet.
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Keine Rücklagenbildung bedeutet ja immer mehr Staatverschuldungen. Wie soll das noch weitergehen??