Die Krise in Russland scheint Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft zu haben: An den großen Börsen fallen die Kurse zum Teil dramatisch, – vor allem in Deutschland, das der Hauptgläubiger des östlichen Riesenreiches ist.
Analysten scheinen ratlos, ob der DAX seinen Tieftsstand bereits erreicht hat oder ob ein Fall in die Bodenlosigkeit droht. Das Gespenst eines neuen 1929 geht um, obschon wenig dafür spricht, dass sich eine Katastrophe ähnlichen Ausmaßes noch einmal zutragen könnte: Zu dicht gewoben sind mittlerweile die staatlichen Rettungsnetze für den Fall der Fälle, – nur nicht für den Steuerzahler und den Kleinanleger.
Die asiatische Krise von 1987 ist durch die internationalen Notenbanken abgemildert worden und hat Mitteleuropa oder die USA nur marginal getroffen. Die Auswirkungen waren verheerend genug. Noch einmal wird eine solche “Last-Minute-Rettung” nach Einschätzung vieler Experten nicht mehr funktionieren.
Allerdings gibt es unter den bekannten Analysten zahlreiche Berufspessimisten, die den großen Crash bereits seit Jahren vorhersagen und sich dabei bislang regelmäßig getäuscht haben. So soll nach Ansicht des Wirtschaftsinstituts WEFA sogar ein totaler Zusammenbruch der russischen Wirtschaft sich in Deutschland lediglich in einer Verlangsamung des Wachstums in Höhe von 0,1 Prozentpunkten auswirken.
Auswirkungen der Krise sind bislang allenthalben bei mittelständischen unternehmen mit Exportschwerpunkt Russland zu spüren sowie in den neuen Bundesländern, wo der Exportanteil in den ehemaligen großen Bruder bei bis zu 70 % liegt.
Hier allerdings hilft der Staat mit so genannten Hermes-Bürgschaften. Diese sind aus Steuergeldern finanziert: Der Bevölkerung hilft das nicht.
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Keine Rücklagenbildung bedeutet ja immer mehr Staatverschuldungen. Wie soll das noch weitergehen??