Apple-Update verfügbar
Seit ein paar Wochen attackiert der berüchtigte Flashback-Trojaner über 600.000 Applecomputer, und versetzt die bisher, auf diese Art verschonte, Macintosh-Gemeinde in ungekannte Situationen. Ein Programm ähnlicher Signatur sucht jetzt auch Windows-Systeme heim.
Der Malware-Angriff ist der größte Zwischenfall, den Apple auf dem Gebiet der Software-Sicherheit zu verbuchen hat. Nutzer werden ausspioniert, Google verliert Tausende Dollar pro Tag durch Verlust von Werbe-Einnahmen. Nach kurzer Anlaufzeit der Sicherheitsabteilung von Apple steht nun ein Update zum Download bereit. Durch surfen auf infizierten Internetseiten, gelangt das besagte Hacker-Programm, vom User unbemerkt, auf den Rechner und nutzt eine Java-Sicherheitslücke, um Hintertüren im System zu öffnen. Diese Hintertüren ermöglichen Hackern nahezu uneingeschränkten Zugriff auf Computer und sämtliche Daten. Betroffene Computer werden in einem remote-gesteuerten Netzwerk, dem sogenannten Bot-Netz eingereiht, um zum Beispiel Spam-Nachrichten zu verbreiten und Hijack-Attacken auszuführen. Wie bei vielen Hack-Tools kann über den Nutzen für den oder die Erschaffer nur gerätselt werden. Sicherheitsexperten jedoch vermuten, dass die Programmierer des Hacker-Tools, mittels geschalteter Werbung, auf die der Benutzer unweigerlich verlinkt wird, circa 10.000 $ pro Tag einnehmen.
Nachdem die Sicherheitslücke, durch Aktualisierung von Java, geschlossen werden konnte, und namhafte Hersteller von Antivirus-Programmen schrittweise Anleitungen zur Entfernung des Trojaners ins Netz stellten, nimmt sich Apple des Problems nun selbst an, und veröffentlicht ein Update, um sämtliche Mac OS X-Systeme zu bereinigen. Dies umfasst ein Removal-Tool, mit dem die Malware vom Rechner gelöscht werden kann. Nach dem Ausführen wird ein Neustart verlangt. Für den User bleibt es wie immer ratsam, das System aktuell und die Augen offen zu halten. Malware versteckt sich vorrangig auf dubiosen Seiten mit geringer Sicherheitsstufe, und nutzt fast ausschließlich in der Software enthaltene Nischen, die in der Regel recht schnell von Sicherheitsfirmen, oder dem Vertreiber des Betriebssystem, aufgespürt und geschlossen werden.
Auf Grund der im Vergleich zu Windowsbasierten Rechnern, geringen Verkaufszahlen von Apple-Computern, galten Mac-Betriebssysteme bislang als relativ sicher. Steigende Nachfrage jedoch macht den Apple-Markt für Hacker und Spammer immer interessanter, wodurch das florierende Unternehmen gehalten ist, sich auf derartige Probleme langfristig einzustellen. Dieses Update ist wohl einer der ersten Schritte, sich mit Windows in den langjährigen Krieg gegen Sicherheitslücken einzureihen.
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Keine Rücklagenbildung bedeutet ja immer mehr Staatverschuldungen. Wie soll das noch weitergehen??