Die Entwicklung des Internets bringt einige Veränderungen im Alltag mit sich. Wer wusste vor 15 Jahren schon, was eine Direktbank ist oder hat eBay benutzt? Wer die Vorherrschaft im Web einnehmen wird war lange unklar. Heute gibt es geteilte Meinungen – die einen Reden von Facebooks Aufschwung, die anderen bleiben bei der Meinung, dass Google uneinholbar ist. Und das nicht ohne Grund: Millionen Menschen nutzen ihren Service. Mittlerweile bietet diese Firma sogar ebenfalls die Möglichkeit in vielen Städten sightseeing ohne teure Reise und Aufwand zu betreiben. Der Riesenkonzern hat meistens die Finger im Spiel wenn Sie online unterwegs sind. Seit September 2008 können Sie jetzt auch über Google im Internet surfen: Google Chrome heißt der hauseigene Browser. Das der Microsoft Browser sehr unsicher und nicht gerade kundenfreundlich ist stellt sich nicht mehr als Geheimnis dar, so suchen Internetuser nach Alternativen. Die Gewinner des schlechten Rufs der Internet Explorer Serie heißen ohne Frage „Opera“ und „Firefox“. Ein interessantes Detail hierzu ist, dass Google die beiden vermeintlichen „independent“ Browser-Versionen finanziell unterstützt. Im Gegenzug wird Google als Standardsuchmaschine installiert.

Google übernimmt die Vorherrschaft?

Den Auftritt auf dem Browser-Markt beobachten Experten und Kritiker mit sorgenvollen Mienen. Google bietet bereits eigene Versionen zu sämtlichen Facetten des Internets an: Google Maps, Calender, Mail, Picasa und vieles mehr – dazu kommen noch Services die speziell zu bestimmten Events freigeschaltet werden – beispielsweise für die Fußball Europameisterschaft. Mit der Entwicklung eines hauseigenen Browsers befürchten Kritiker, dass Google Chrome in Sachen Kompatibilität den User der übrigen Google Dienste dazu zwingen könnte Chrome zu nutzen. Jedoch kann Chrome sich auch als Gewinn für den User darstellen, durch den neuen Konkurrenten müssen Firefox und Opera ebenfalls an sich arbeiten um keine Marktanteile zu verlieren.

Eine Frage der Technik oder der Überzeugung?

Google oder Firefox ist mittlerweile eine heiß diskutierte Frage im Netz. Viele User sehen Firefox vorne und betonen, dass Google nicht in jeder Hinsicht vertreten sein müsse. Aber es ist auch eine Frage der Technik: Chrome nutzt die sogenannte „webkit“ Software, welche auch von Safari (Apple-Browser) genutzt wird, Firefox hingegen nutzt die Rendering-Engine „Gecko“. So entwickelte sich ein Wettstreit den bisher Firefox für sich entscheiden konnte. Im Januar 2010 hielt Firefox 51.4% der Browser-Marktanteile, Internet-Explorer 35,3%, Safari 5,2% und Chrome nur 3,2%. Dennoch verbuchte Chrome einen Anstieg der Marktanteile um 18,7% und Firefox einen Verlust von 0,7%. Wie sich die Lage auf lange Sicht entwickelt bleibt so unklar und abzuwarten, ein klarer Verlierer ist trotzdem unter den Browser-Anbietern: Microsoft, die Vorherrschaft hat der Konzern schon lange eingebüßt.

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